Rückblick: finanzblog award 2011
Die Gewinner des comdirect finanzblog awards 2011 wurden auf der Preisverleihung am 13. April 2011 in Frankfurt am Main bekannt gegeben. Die Veranstaltung hat in Kooperation mit dem Frankfurter MedienMittwoch stattgefunden. Durch den Abend führte der bekannte Moderator Jörg Thadeusz.
Die Börsenblogger, Best Börsen Blog, Investors Inside und Ökonomenstimme werden ausgezeichnet
Quickborn/Frankfurt am Main, 14. April 2011. Die comdirect bank hat gestern Abend den finanzblog award 2011 verliehen. „Die Börsenblogger“ wurden mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die unabhängige Jury lobte das Blog als „nützliche und pragmatisch orientierte Informationsdrehscheibe mit konkreten Tipps und Analysen”. Besonders hilfreich für die Leser sei die tägliche Presseschau mit verlinkten Querverweisen zu relevanten News und Hintergrundartikeln über das Börsengeschehen. Der zweite Preis ging an das Blog der ARD-Börsenredaktion „Best Börsen Blog“, der dritte Preis an „Investors Inside“. Den Sonderpreis der Jury erhielt das Schweizer Blog „Ökonomenstimme“.
Wesentliche Kriterien für die Bewertung durch die Jury waren die journalistische Qualität, die Finanzexpertise sowie die Fähigkeit, die Möglichkeiten des Internets und des Blogformats auszuschöpfen. Dazu gehört es auch, Debatten anzustoßen, zu moderieren und mit andern Nutzern „auf Augenhöhe“ zu diskutieren. Bei der Beurteilung der 49 eingereichten Blogs berücksichtigte die Jury, dass die Blogs unter unterschiedlichen Bedingungen entstehen. Sie stammen von Presse- und Rundfunkredaktionen, freien Journalisten, Wissenschaftlern, Börsenprofis oder Freizeitbloggern. „Es gibt gute deutschsprachige Finanzblogs – doch im Vergleich mit dem englischsprachigen Raum bleibt noch Potenzial“, sagte der Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Christoph Neuberger. „Die Jury sieht die Preisvergabe als Ansporn und die mit Preisen bedachten Blogs als Vorbilder für die Weiterentwicklung der Finanzblogs.“
Die comdirect bank hat den finanzblog award dieses Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben. „Immer mehr Menschen informieren sich im Web 2.0 über Finanzthemen. Der Award bietet Anlegern Orientierungshilfe bei der Suche nach qualitativ hochwertigen Informationen und schafft gleichzeitig mehr Aufmerksamkeit für gute Finanzblogs“, sagte Johannes Friedemann, Leiter Unternehmenskommunikation bei der comdirect bank.
Die Preisträger des comdirect finanzblog awards 2011:
1. Preis (3.000 Euro): Die Börsenblogger
2. Preis (2.000 Euro): Best Börsen Blog – Blog der ARD-Börsenredaktion
3. Preis (1.000 Euro): Investors Inside
Sonderpreis der Jury (1.000 Euro): Ökonomenstimme
Die Jury des comdirect finanzblog awards 2011:
- Joachim Goldberg, Finanzmarktanalyst
- Lothar Lochmaier, Wirtschaftsjournalist
- Thomas Mrazek, Vorsitzender des Fachausschusses Online im Deutschen Journalisten-Verband
- Prof. Dr. Christoph Neuberger, Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität München
Begründung der Jury
Allgemeines Statement
Hochs und Tiefs an den Börsen, Verluste und Gewinne in manchmal astronomischer Höhe, das Entstehen und Platzen von Blasen, Finanz- und Bankenkrise – das sind die Meldungen, die große und kleine Anleger erreichen. Schnelle, aber auch sorgfältig geprüfte Informationen, Interpretation und Prognose mit Augenmaß, Empfehlungen, die dem Risiko gerecht werden – dies sind Anforderungen an eine seriöse Finanzberichterstattung. Im Internet hat sich mit den Finanzblogs eine neue Variante dieser journalistischen Sparte herausgebildet, die auf großes Nutzerinteresse stößt. Die besten unter ihnen werden 2011 erstmals mit dem comdirect finanzblog award ausgezeichnet.
Weblogs im Allgemeinen, aber auch Finanzblogs im Besonderen, sind ein sehr vielfältiges Genre, dessen Vertreter sich nicht über einen Kamm scheren lassen. Unter den Vorschlägen für den comdirect finanzblog award waren Blogs, die Redakteure von Presse und Rundfunk verfassen, aber auch Online-Tagebücher von freien Journalisten, Börsenprofis und Freizeitbloggern. Die vierköpfige Jury berücksichtigte die unterschiedlichen Voraussetzungen, unter denen ein Finanzblog geführt wird, und ließ auch unterschiedliche Zielgruppen zu: Die Blogs konnten sich an Experten oder an Kleinanleger wenden. Die ausgezeichneten Angebote spiegeln die Vielfalt der Finanz-Blogosphäre wider.
Zentraler Maßstab für die Jury-Entscheidungen war die journalistische Qualität. Standards wie die Offenlegung des Anbieternamens in einem Impressum und Unabhängigkeit von fremden Einzelinteressen mussten zwingend eingehalten werden, damit ein Blog in die engere Wahl kommen konnte. Wichtige Kriterien waren auch das Fachwissen in Finanzfragen, die verantwortungsvolle Bewertung von Anlagemöglichkeiten und die Fähigkeit, mit den neuen Möglichkeiten des Internets umzugehen. Dazu zählten kommentierende Verweise und Quellenbelege durch externe Links, Beständigkeit und Aktualität, die Fähigkeit, Debatten anzustoßen und zu moderieren, aber auch die Bereitschaft, Kritik anzunehmen und „auf Augenhöhe“ mit anderen Nutzern zu diskutieren. Die Jury legte Wert darauf, dass die Blogs die sachlich-trockene, auf Tagesaktualität fixierte Finanzberichterstattung in Presse und Rundfunk sinnvoll ergänzen. Dies konnte durch einen subjektiv-erzählenden Stil geschehen, wie er für Blogger typisch ist, durch die Einordnung des Tagesgeschehens in den größeren Zusammenhang oder die Vermittlung von Hintergrundwissen. Da Finanzblogs über einen sensiblen Bereich berichten, werden auch Mut zu Kritik und investigative Recherche von ihnen verlangt.
Insgesamt gewann die Jury den Eindruck, dass – besonders im Vergleich mit den führenden englischsprachigen Finanzblogs – noch Luft „nach oben“ bleibt. Dies gilt für die Expertise, Gestaltung, multimediale Aufbereitung und Verständlichkeit. Die Mehrzahl der Blogs richtet sich an Insider, die bereits über ein großes Vorwissen verfügen. Die Jury versteht den Preis als Ansporn und die mit Preisen bedachten Blogs als Vorbilder für die Weiterentwicklung der Finanzblogs im deutschsprachigen Raum.
Würdigung für den ersten Preis: Die Börsenblogger
Die Jury lobt die „Börsenblogger“ als nützliche, pragmatisch orientierte Informationsdrehscheibe mit konkreten Tipps und Analysen, die von erfahrenen Finanzjournalisten geschrieben werden. Eine Besonderheit ist die fast tägliche Presseschau mit verlinkten Querverweisen zu relevanten News und Hintergrundartikeln über das Börsengeschehen. Die Vielzahl der Rubriken lädt zum Stöbern ein (auch wenn nicht immer auf Anhieb klar ist, was sich hinter einem Rubrikennamen verbirgt). Auch Ausspielkanäle wie Newsletter, Facebook und Twitter werden eingesetzt, um die Leser umfassend und schnell zu informieren. Das Weblog wird im Randbereich der Seiten von Werbeflächen dominiert, was der Orientierung der Leser zwar etwas abträglich ist, jedoch unverzichtbar für die Refinanzierung ist.
Würdigung für den zweiten Preis: Best Börsen Blog
Das Best Börsen Blog liefert privaten Anlegern fundiertes Finanzwissen, das sauber recherchiert, verständlich und unaufgeregt vermittelt wird. Das noch junge Blog ist in das breite Angebot von boerse.ARD.de eingebunden und wird dem inhaltlichen Anspruch an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gerecht. Noch begnügen sich die beiden Autoren, Michael Best und Stefan Wolff, in ihren Blog-Postings mit Text pur. Erstaunlich groß ist die Zahl der Kommentare, und ungewöhnlich für ein öffentlich-rechtliches Angebot ist die Bereitschaft der Redakteure, sich auf die Diskussion mit ihren Lesern einzulassen.
Würdigung für den dritten Preis: Investors Inside
Lars Röhrig, obwohl kein Finanzjournalist von Beruf, schreibt mit hoher Frequenz und Aktualität. Er liefert fundiertes Wissen über Einzelwerte, besonders aus dem TecDax, für seine Leserschaft. Die starke Nutzung dürfte auf den guten Mix aus charttechnischer Analyse und persönlicher Färbung zurückzuführen sein. Unklar bleibt gelegentlich, warum er zu einem bestimmten Zeitpunkt diese oder jene Aktie oder Branche in den Fokus rückt. Er scheut sich nicht davor, an Unternehmen kritische Fragen zu richten und Kommentare zum Finanzgeschehen abzugeben, die sich nicht nur an Gewinn und Verlust orientieren. So kritisierte er zum Beispiel, dass an den Kapitalmärkten aus der nuklearen Katastrophe in Japan Profit gezogen wird. Design und Navigation sind anspruchsvoll gestaltet.
Würdigung für den Sonderpreis: Ökonomenstimme
Gestandene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wagen sich auf ungewohntes Terrain. Statt am Katheder im Hörsaal, auf einer wissenschaftlichen Konferenz oder in einer Fachzeitschrift stellen sie ihre Forschungsergebnisse in einem Gruppenblog vor, das von der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich eingerichtet wurde. Dies beschleunigt nicht nur die Verbreitung von volkswirtschaftlichen Erkenntnissen im Kollegenkreis, sondern gibt auch ambitionierten Nichtwissenschaftlern die Gelegenheit, sich intensiver mit ökonomischen Grundlagen zu beschäftigen. Nicht jedem Autor gelingt der Brückenschlag zwischen der akademischen Welt und der Praxis, nicht immer wird ein aktueller Bezug hergestellt, nicht jeder Beitrag besitzt die Kürze eines Blog-Postings, auch wenn die Obergrenze von 10.000 Zeichen jedes übliche Maß in der Wissenschaft weit unterschreitet. Dennoch: Dieser Versuch beeindruckt — auch wegen der langen Autorenliste, in der sich viele renommierte Namen finden. Bestechend sind vor allem die durchdachte „Verschlagwortung“ und das feinmaschige Themenarchiv, das eine gute Orientierung bietet.
comdirect finanzblog award 2011: Acht Nominierungen
Auswahl aus 49 eingereichten Beiträgen
Quickborn, 28. März 2011. Mit dem finanzblog award zeichnet die comdirect bank Weblog-Betreiber und -Autoren aus, die Privatanleger verständlich, kompetent und kritisch zu Finanzthemen informieren. Im Bewerbungszeitraum vom 24. Januar bis 28. Februar 2011 wurden insgesamt 49 Weblogs eingereicht. Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christoph Neuberger vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität München hat acht Weblogs nominiert. Beurteilt wurden vor allem die journalistische Qualität, die Finanzexpertise sowie der Einsatz von blogspezifischen Elementen wie Verlinkungen oder Kommentierungen.
Für den ersten bis dritten Preis sowie für den Sonderpreis der Jury nominiert sind (in alphabetischer Reihenfolge):
Best Börsen Blog – Blog der ARD-Börsenredaktionen
Blick Log
„Blümel staunt“
Die Börsenblogger
Handelsblatt Global Markets
Investors Inside
Ökonomenstimme
Tim Schaefer Media
„Es ist ein schöner Erfolg, dass sich 49 Blogger beworben haben“, sagt Johannes Friedemann, Leiter Unternehmenskommunikation bei der comdirect bank, und ergänzt: „Kein Blog ist wie der andere – die Vielfalt und das Engagement der Blogger ist beeindruckend. Die Jury hat die Beiträge gründlich geprüft und ist zu einem guten Ergebnis gekommen. Wir freuen uns auf die Preisverleihung am 13. April.“
Die Bekanntgabe der Gewinner und die Vergabe des comdirect finanzblog awards 2011 finden am 13. April 2011 in Frankfurt am Main statt.
Die unabhängige Jury setzt sich zusammen aus:
Prof. Dr. Christoph Neuberger, Universität München
Joachim Goldberg, Finanzmarktanalyst
Lothar Lochmaier, Wirtschaftsjournalist
Thomas Mrazek, Vorsitzender des Fachausschusses Online im Deutschen Journalisten-Verband
49 Bewerbungen um den comdirect finanzblog award 2011
Quickborn, 2. März 2011. Am Montag, den 28. Februar um 24:00 Uhr endete die Bewerbungsfrist für den comdirect finanzblog award 2011. Die Resonanz auf die Ausschreibung war groß: 49 Bewerbungen wurden eingereicht. Wir danken allen Teilnehmern für ihre Bewerbung. Nachdem die Jury die Beiträge bewertet hat, wird Ende März 2011 eine Shortlist mit den Nominierten veröffentlicht. Die Gewinner des comdirect finanzblog awards 2011 werden auf der Preisverleihung am 13. April 2011 in Frankfurt am Main bekanntgegeben.
Auszeichnung für herausragende Weblogs zum Thema Geld und Finanzen – 6.000 Euro Preisgeld – Bewerbung bis zum 28. Februar 2011 unter www.finanzblog-award.de.
Quickborn, 24. Januar 2011. Die comdirect bank vergibt dieses Jahr erstmals den comdirect finanzblog award. Der Preis würdigt Weblogbetreiber und -Autoren, die Privatanleger unabhängig, kompetent und verständlich über Finanzthemen informieren. Bewerbungen und Vorschläge sind ab heute bis einschließlich 28. Februar 2011 auf www.finanzblog-award.de möglich. Eine Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christoph Neuberger vom Institut für Kommunikationswissenschaften der Universiät Münster bewertet die eingereichten Beiträge. Der comdirect finanzblog award ist mit 6.000 Euro dotiert.
“Blogs zu Finanzthemen bereichern das Informationsangebot für Privatanleger. Sie schaffen Nutzwert und bieten Raum für eine inhaltliche Auseinandersetzung”, sagt Johannes Friedemann, Leiter Unternehmenskommunikation bei der comdirect bank, und ergänzt: “Natürlich ist die Landschaft, die Blogosphäre, vergleichweise unübersichtlich und noch nicht so etabliert wie bei den klassischen Medien. Mit dem comdirect finanzblog award zeichnen wir daher die Leistung der Blogger aus und ermöglichen Privatanlegern zugleich mehr Orientierung innerhalb der Blogosphäre.”
Eine unabhängige Jury entscheidet darüber, wer sich am Ende über das Preisgeld freuen darf. Zur Entscheidung zieht die Jury einen Kriterienkatalog heran, der in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christoph Neuberger entwickelt wurde. Bewertet werden zum Beispiel Themenauswahl, Inhalt und Sprache sowie Gestaltung der Blogs. Weitere Mitglieder der Jury: Joachim Goldberg (Finanzmarktanalyst), Lothar Lochmaier (Wirtschaftsjournalist) und Thomas Mrazek (Vorsitzender des Fachausschusses Online im Deutschen Journalisten-Verband).
Die Bekanntgabe der Gewinner und die Verleihung des comdirect finanzblog awards 2011 finden am 13. April 2011 in Frankfurt am Main statt.